Pokalverleihung Dezember 2018

Von Ehrenamtlichem zu Ehrenamtlichen

Preis des Bürgermedaillenträgers Waldemar Meser geht an BiSa – Stadt und Stifter wollen Auszeichnung zum Wanderpokal machen

Jeanne Lutz | Pforzheim

Waldemar Meser (vorne links) überreicht der BiSa-Vorsitzenden Lilli Gros den von ihm gestifteten WM-Pokal. Foto: Ketterl

Er ist Mitbegründer der Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß, Integrationsbeauftragter im Vorstand des FSV Buckenberg, Kuratoriumsmitglied in der Lernstiftung Hück – und nun auch Stifter eines eigenen Preises für Familienfreundlichkeit: Gestern verlieh Waldemar Meser erstmals den nach ihm benannten Waldemar-Meser-Pokal an den Verein Bürger in Schulen aktiv (BiSa) für dessen „hervorragende Jugendarbeit“, wie der 68-Jährige gestern bei der feierlichen Übergabe in der Brötzinger Schule im Beisein von Oberbürgermeister Peter Boch, der BiSa-Vorsitzenden Lilli Gros und zahlreichen Lesepaten erklärte. Angekündigt hatte Meser die Stiftung des Preises, als er selbst im Januar für sein Ehrenamt von der Stadt Pforzheim mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurde. Während es für die Nationalmannschaft in diesem Jahr kein Edelmetall zu gewinnen gab, darf sich BiSa als erster Preisträger überhaupt über den WM-Pokal freuen. Dieser ist mit 1000 Euro dotiert, bereitgestellt von der Sparkasse Pforzheim Calw. Im Namen der inzwischen 210 Lesepaten nahm Gros die Auszeichnung für den 2010 gegründeten Verein entgegen. „Für uns ist das ein Zeichen, dass unsere Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, erklärte die Vorsitzende in ihrer Dankesrede. Das Geld werde schulischen AGs und Projekten zugutekommen. Boch kündigte in seinem Grußwort an, dass die Stadt plane, die Auszeichnung für das familienfreundliche Ehrenamt als jährlich verliehenen Wanderpokal etablieren zu wollen – „Für Demokratie, Integration und Toleranz in einer familienfreundlichen Stadt“, wie es auf dem von Meser und seiner Frau Ida gestalteten Pokal geschrieben steht.