Lisa, Studentin – Juli 2017

Also ich war immer in der Grundschule bei der Hausaufgabenbetreuung tätig. Dort habe ich Kindern aus verschiedenen Klassenstufen und unterschiedlichem Alter betreut. Auf Grund des Migrationshintergrundes der Kinder hatten viele von Ihnen Schwierigkeiten in Deutsch. Alllerdings ist mir positiv aufgefallen, dass sie dennoch sehr gut Deutsch gesprochen haben. Jedes Kind hatte woanders Schwierigkeiten. Einige waren in Mathe gut, andere in Englisch. Manche waren der Schule gegenüber allgemein nicht so positiv eingestellt und  manche waren sehr fleißig. Oft war ich beeindruckt, was die Kinder auf einmal können, wenn sie nur wollen. Viele sagen, sie können das nicht. Lässt man sie aber mal machen und ermutigt sie, dass sie gut sind und die Aufgabe auch alleine können, dann schaffen sie das oft auch.

 

Für mich selbst war es oft eine Herausforderung, den Schülern etwas richtig zu erklären. Als Studentin wusste ich oft nicht genau, was die Schüler in dem Alter nun schon wissen und was nicht oder wo man genau anfangen muss zu erklären. Meistens musste ich von ganz vorne anfangen und erst einmal fragen, ob sie die Wörter überhaupt verstanden haben. Am Anfang trauten sie sich nicht zu sagen, dass sie ein Wort nicht kennen. Dadurch war ein Erklärungsversuch in manchen Situationen zuerst vergebens. Insbesondere bei Schülern, die erst  1-2 Jahre in Deutschland sind, war ich mir nicht immer sicher, ob sie es wirklich verstanden haben. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass es nicht unbedingt allein um den Sachverhalt ging, sondern, dass das Kind die Wörter nicht kennt. Somit musste ich versuchen, einem Kind, dass noch nicht lange in Deutschland ist, Wörter auf einfache Art und Weise beizubringen.

 

Ich habe in der Hausaufgabenbetreuung versucht, die Kinder viel selbst denken zu lassen. Ich wollte sie ermutigen, dass sie das alles auch alleine können und dass sie nicht so schnell aufgeben.