PZ 2019-Januar

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Pforzheimer Zeitung Oktober 2018

Kinder erfahren Sicherheit

Bürger in der Schule aktiv üben mit Zweitklässlern an der Brötzinger Schule Radfahren – Viele Kinder lernen dies nicht mehr richtig

Nicola Arnet | Pforzheim

Auch einhändig fahren will gelernt sein: Leonard (links) und André radeln durch den Parcours auf dem Hof der Brötzinger Schule, überwacht von Michael Hahn, Werner Schüle und Klassenlehrerin Sabrina Popke (von links). Foto: Ketterl

Kleine orangefarbene Hütchen liegen auf dem Schulhof der Brötzinger Schule. Nacheinander fahren Alicia, André, Lina und Leonard durch den Parcours, nehmen vorsichtig die Kurve und halten noch einmal vor einer Stopplinie an. „Das macht Spaß“, sagen die Zweitklässler strahlend. Bereits zum dritten Mal sitzen die Jungen und Mädchen in diesen zwei Schulstunden nicht auf Stühlen im Klassenzimmer, sondern auf dem Fahrradsattel. Zu verdanken haben sie das einem Projekt von Bürger in der Schule aktiv (BiSa).

Denn viele Schüler können mittlerweile nicht mehr richtig oder gar nicht Radfahren. „Die Kinder bekommen es nicht beigebracht, weil sie kein Rad haben, die Eltern selbst nicht fahren oder es in ihrem Kulturkreis einfach nicht üblich ist – gerade für Mädchen“, sagt Werner Schüle vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), der das Projekt betreut. Gerade an der Brötzinger Schule, an der die Mehrheit der Kinder einen Migrationshintergrund hat. Dieses Defizit fiel auch den Lehrern auf. Und so wandte sich Konrektorin Annette Elsmann hilfesuchend an BiSa-Vorsitzende Lilli Gros, die wiederum über eine Lesepatin den Kontakt zu Schüle herstellte. Er war es auch, der gemeinsam mit Lesepate Michael Hahn die zehn gespendeten Fahrräder wieder einsatzfähig machte, die das Hausmeister-Team vom Asylheim Paul-Löbe-Straße und der Hausmeister der Sonnenhofschule organisiert hatten.

Nachdem bereits ein Kurs vor den Sommerferien stattfand, übt Schüle nun gemeinsam mit den Lesepaten Hahn und Elfriede Boyken-Henze sowie Hansjürgen Remer mit der Klasse 2b das sichere Radfahren. Vier Lerneinheiten zu je 90 Minuten umfasst das Projekt, bei dem die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt wird. Jeweils eine halbe Stunde besuchen die Kinder verschiedene Stationen. Hahn übernimmt das Balance- und Gleichgewichtstraining, Klassenlehrerin Sabrina Popke erklärt anderen Schülern derweil, was zu einem sicheren Fahrrad gehört und wie wichtige Verkehrszeichen aussehen, während eine Gruppe bei Schüle und Boyken-Henze lernt, wie sie sicher anfahren, bremsen und auf dem Parcours durch Kurven fahren. Für drei Kinder aus der Klasse war dies ganz neu. Aber auch die siebenjährige Lina und der siebenjährige André, die bereits Radfahren konnten, sind froh, dass sie dies im Projekt noch besser üben können. Immerhin steht in der vierten Klasse eine offizielle Fahrradprüfung an, die mittlerweile mehr als 13 Prozent der Kinder nicht mehr bestehen.

Und es macht Spaß. „Wenn ich sage, bringt morgen wieder den Helm mit, sind alle ganz begeistert“, schildert Klassenlehrerin Popke. Für Schüle ist es wichtig, dass die Kinder die Grundfertigkeiten beigebracht bekommen. „Gerade weil eben nicht alle die gleichen Startchancen haben.“

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Pokalverleihung Dezember 2018

Von Ehrenamtlichem zu Ehrenamtlichen

Preis des Bürgermedaillenträgers Waldemar Meser geht an BiSa – Stadt und Stifter wollen Auszeichnung zum Wanderpokal machen

Jeanne Lutz | Pforzheim

Waldemar Meser (vorne links) überreicht der BiSa-Vorsitzenden Lilli Gros den von ihm gestifteten WM-Pokal. Foto: Ketterl

Er ist Mitbegründer der Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß, Integrationsbeauftragter im Vorstand des FSV Buckenberg, Kuratoriumsmitglied in der Lernstiftung Hück – und nun auch Stifter eines eigenen Preises für Familienfreundlichkeit: Gestern verlieh Waldemar Meser erstmals den nach ihm benannten Waldemar-Meser-Pokal an den Verein Bürger in Schulen aktiv (BiSa) für dessen „hervorragende Jugendarbeit“, wie der 68-Jährige gestern bei der feierlichen Übergabe in der Brötzinger Schule im Beisein von Oberbürgermeister Peter Boch, der BiSa-Vorsitzenden Lilli Gros und zahlreichen Lesepaten erklärte. Angekündigt hatte Meser die Stiftung des Preises, als er selbst im Januar für sein Ehrenamt von der Stadt Pforzheim mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurde. Während es für die Nationalmannschaft in diesem Jahr kein Edelmetall zu gewinnen gab, darf sich BiSa als erster Preisträger überhaupt über den WM-Pokal freuen. Dieser ist mit 1000 Euro dotiert, bereitgestellt von der Sparkasse Pforzheim Calw. Im Namen der inzwischen 210 Lesepaten nahm Gros die Auszeichnung für den 2010 gegründeten Verein entgegen. „Für uns ist das ein Zeichen, dass unsere Arbeit wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, erklärte die Vorsitzende in ihrer Dankesrede. Das Geld werde schulischen AGs und Projekten zugutekommen. Boch kündigte in seinem Grußwort an, dass die Stadt plane, die Auszeichnung für das familienfreundliche Ehrenamt als jährlich verliehenen Wanderpokal etablieren zu wollen – „Für Demokratie, Integration und Toleranz in einer familienfreundlichen Stadt“, wie es auf dem von Meser und seiner Frau Ida gestalteten Pokal geschrieben steht.

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Brötzinger Grundschule Oktober 2018

Pforzheimer Kurier, 24.10.2018

André sitzt schon sicher im Sattel

Fahrradprojekt an der Brötzinger Schule/ BiSa und ADFC geben Zweitklässlen Unterricht

UM EINEN PARCOURS zu kurven, ist gar nicht mal so einfach für Fahranfänger. Aber die kleinen Radler von der Brötzinger Grundschule meistern das Training, das BiSa und ADFC ihnen anbieten.
Foto:Wacker

Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Kraus
André ist beim letzten Mal vom Rad gefallen. Passiert ist aber zum Glück nichts.
„Er hat gelacht“, sagt seine Klassenkameradin Lina. Doch eigentlich sitzt André schon recht sicher im Sattel, wie sich an diesem Herbstmorgen herausstellt. An der Brötzinger Schule läuft die dritte von vier Trainingseinheiten eines Fahrradprojekts für Zweitklässler, das von den Ehrenamtlichen des Vereins BiSa (Bürger in der Schule aktiv) und dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) gestemmt wird.
Auf dem Schulhof hat ADFC-Mitglied Werner Schüle einen Parcours aufgebaut, um den die Kinder nun Slalom fahren. Es geht darum, auch in den Kurven die Balance zu halten und generell Sicherheit auf dem Rad zu erlangen.
„Jetzt mit einer Hand“, ruft Schüle ihnen zu. Im Vorbeifahren müssen die Mädchen und Jungen ihm eine mit einem runden Gegenstand gefüllte Socke abnehmen und diese einige Meter weiter in einen Korb werfen. Nur ein Mädchen kippt mit dem Rad plötzlich zur Seite. Den meisten Kindern gelingt es aber auf Anhieb. Auch André schafft die Aufgabe ohne Probleme. Zu Hause hat der Siebenjährige ein eigenes Rad.
Das allerdings trifft nach Angaben von Konrektorin Annette Elsmann längst nicht auf alle Familien zu. „Wenn die Eltern nicht Fahrrad fahren, können sie das auch ihren Kindern nichtvermitteln“, hat Werner Schüle damit auch eines der Grundprobleme ausgemacht. Nun steht aber Fahrradtraining in den ersten beiden Grundschulklassen in Baden-Württemberg auf dem Lehrplan.
„Und deshalb wird nun der Sportunterricht gekürzt“, regt sich BiSa-Mitarbeiter Michael Hahn auf.
Weil man das nicht hinnehmen mochte, personell jedoch nichts alleine auf die Beine stellen konnte, hatte sich die Schulleitung Hilfesuchend an die Ehrenamtlichen von BiSa und dem ADFC gewandt. Vor den Sommerferien begann das Projekt in einer der damaligen zweiten Klassen.
Die  Kinder sind mit großem Spaß bei der Sache. „Wenn ich ihnen sage, sie sollen am nächsten Tag ihre Helme mitbringen, jubeln sie schon“, erzählt Sabrina Popke, Klassenlehrerin der 2b, die an diesem Morgen ihr Fahrradtraining absolviert. Popke erklärt ihren Schülern die wichtigsten Verkehrszeichen und was zu einem sicheren Fahrrad gehört. Drei Kinder aus ihrer Klasse von 22 hätten zuvor noch nicht fahren gekonnt, sagt sie. Aber das sei zu ihrer Schulzeit schon so gewesen. Etwa 80 Prozent der Kinder an der Brötzinger Grundschule haben Migrationshintergrund. Schöne, der schon in seiner früheren Heimat im Remstal Fahrradkurse für Flüchtlinge leitet, hat durch viele Auslandsaufenthalte in vielen Ländern die Erfahrung gemacht, dass das Fahrrad überall ein beliebtes Spielzeug ist. Allerdings sei es in arabischen Ländern unter Frauen nicht immer ein gebräuchliches Transportmittel. Das habe er auch beim Fahrtraining hier mit weiblichen Jugendlichen festgestellt. „Das wirkt nach, wenn die Mütter nicht fahren durften. Aber das verändert sich langsam.
“Ein finanzielles Problem sieht die Brötzinger Konrektorin Elsmann mitverantwortlich dafür, dass manche Kinder nicht Fahrradfahren können. „Viele Eltern wissen nicht, dass man in Pforzheim günstig gebrauchte Räder haben kann“, räumt Schüle ein. Fürs Fahrradprojekt hat die Jugend-verkehrsschule ausrangierte Drahtesel gesponsert. Gebrauchte Fahrräder hat zudem das Hausmeisterteam von der Flüchtlingsunterkunft in der Paul-Löbe-Straße beschafft, die Hahn und Schöne dann fahrtüchtig gemacht haben. Neue Fahrradhelme spendierte dann noch der Pforzheimer Musiker Lu Thome. Über das Thema Sicherheit auf dem Rad und im Straßenverkehr hinaus sehen es Schöne und seine Mitstreiter vom ADFC und BiSa daher auch als ihre Aufgabe an, Aufklärungsarbeit zu leisten. Beispielsweise bei den Familien in der Paul-Löbe-Straße. Dort fahren die Jugendlichen viel mit dem Rad, „aber sie sind alle männlich“.

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PZ 15.03.2018 BiSa Mitgliederversammlung 2018

BiSa-Lesepaten freuen sich über erfolgreiches Jahr 2017

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung von BiSa (Bürger in Schulen aktiv e.V.) konnte die Vorsitzende Lilli Gros von zahlreichen Unternehmungen und Aktivitäten berichten.
Neben der all-wöchentlichen Förderung in den Schulen haben die Lesepaten mit ihren Schützlingen viel unternommen: Teilnahme an verschiedenen Stadtführungen, Museumsbesuchen und Besichtigungen.
BiSa unterstützt finanziell – mit Hilfe der Sponsoren – die Schulen bei diesen Unternehmungen, damit alle Kinder daran teilnehmen können.

So können Theater-, Spiel- oder Trommel AG´s angeboten werden, die die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Ausdrucksweise und ihrem Gemeinschaftssinn stärken.

Wie ein Tisch schön gedeckt wird und man diverse Speisen zu sich nimmt, lernen die Schüler bei gemeinsamen Restaurant-Besuchen unter dem Thema „Tischkulturen“. Auch das ist für alleKinder kostenfrei.

Der „Tag des Kinderlächelns“ am 8.6.18, an dem auf dem Marktplatz ein großes BiSa- Kinderfest stattfinden wird, wurde diskutiert. Es wird eine Organisations-Gruppe gebildet.

Um weitere Männer und Frauen als ehrenamtliche Lesepaten zu gewinnen, haben einige rührige Mitglieder an mehreren Werbe-Veranstaltungen teilgenommen. Erfreulicherweise finden sich immer wieder Menschen, denen es Freude macht, mit wenig Zeitaufwand Kindern beim Lesen und Lernen zu helfen. Es kommt ja auch so viel Freude zurück!

Nach dem Bericht der Kassenprüferin wurde der komplette Vorstand entlastet und die anstehenden Neuwahlen wurden von Wahlleiter Stephan Horrix zügig durchgeführt.


Der alte ist auch der neue Vorstand: 1. Vorsitzende Lilli Gros, stellvertretendeVorsitzende
Birgit Hattich, Schatzmeisterin Andrea Steinmetz, Kassenprüferinnen Gönül Eksi und Ida Eisenmann, Schriftführer Stephan Horrix.

Wer sich interessiert, Lesepate zu werden wende sich bitte an:
Lilli Gros Tel. 07231 299602 E-Mail: lilli.gros@web.de
Birgit Hattich Tel. 07231 72658 E-Mail: bhattich@web.de

Auf dem Foto: von links Ida Eisenmann, Stephan Horrix, Lilli Gros, Birgit Hattich

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PZ 29.01.18 zum BiSa Fest

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Pforzheimer Zeitung 28.09.2017

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Pforzheimer Zeitung 01.06.2017

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Badische Neueste Nachrichten

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Pforzheime Zeitung 12.04.2017

Schulpaten erhalten Unterstützung

Foto:Ketterl

Mit einer Spende in Höhe von 3750 Euro unterstützt das Netzwerk regionaler Serviceclubs
das Projekt Bürger in Schulen aktiv (BiSa), in dem Schulpaten Kinder an Grund- und
Hauptschulen fördern.

Derzeit sind 204 Schulpaten an zehn Schulen in der Goldstadt ehrenamtlich tätig.
Unser Bild zeigt von links Jeanette Fiedler (Zonta Club), Hans-Heiner Bouley
(Lions Club Pforzheim), Iris Herrmann und Brigitte Ulrich (Soroptimisten),
Jürgen Fischer (Lions Club Pforzheim Enz), Lilli Gros (BiSa), Sanjaw Raval
(Round Table), Birgit Hattich (BiSa) sowie Thomas Müller und Denise Niethammer
(Lions Club Pforzheim Johannes Reuchlin).gk

 

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BiSa Mitgliederversammlung 2017

Einladung zur Mitgliederversammlung,                                                                 24.03.2017

Montag,  24.04.2017, 18 Uhr, Benckiserhof, Nebenraum, Habermehlstr. 30

 

Liebe SchulpatInnen,
zur Mitgliederversammlung möchte ich herzlich einladen. Dieses Jahr stehen  keine Wahlen an. Trotzdem würde ich mich freuen, viele von euch begrüßen zu dürfen. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, uns zu sehen, Informationen weiterzugeben und folgende Tagesordnungspunkte zu besprechen.

Tagesordnung:

  1. Bericht der Vorsitzenden
  2. Jahresbericht aktualisiert vorstellen – Rückblick – Ausblick
  3. Bericht der Schatzmeisterin
  4. Bericht der Kassenprüferinnen
  5. Entlastung des Vorstands und der Schatzmeisterin
  6. Mitgliedschaft im Verein für Leseförderung e.V. ?
  7. BiSa-Fest 2017 – Feedback –Wieder ein BiSa-Fest 2018? Wieder Benckiserhof? Wer möchte beim Festkomitee 2018 mitwirken, Termin?
  8. Vorstellung des Kommunikationsprojekts der Hochschule Pforzheim für BiSa
  9. Genehmigung eines ausziehbaren Flyers
  10. Fortbildungen –Arbeitskreis Werbung
  11. Verschiedenes

Bitte teilt mir mit, wer an der Mitgliederversammlung teilnimmt, damit ich die Personenzahl dem Benckiserhof  mitteilen kann. Ich habe den großen Raum reserviert. Es wäre schön, wenn wieder so viele von euch kommen würden wie im letzten Jahr.
Anfragen/Anträge bitte bis zum 20.04.2017 schriftlich einreichen (E-Mail genügt).

Herzlichst

Lilli Gros

 

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HS Pforzheim Studierende für BiSa aktiv

 
Presseinformation vom 22. März 2017

BiSa e.V. holt sich kommunikative Ideen bei Pforzheimer Studierenden

 

Studierende des Masters Corporate Communication Management der Hochschule Pforzheim haben ein Kommunikationskonzept für Bürger in der Schule aktiv (BiSa) entwickelt. Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Pforzheimer Verein und der Hochschule war es, neue Ideen zu entwickeln, wie die Bekanntheit von BiSa noch weiter gesteigert werden kann.

„Lilli Gros und ihre BiSa-Lesepaten setzen sich mit großem Engagement und viel Herzblut für die Chancengleichheit von Pforzheimer Schulkindern ein. Diese Arbeit hier in der Umgebung noch bekannter zu machen, das war Aufgabe unseres Praxisprojekts“, erklärt Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu, Leiterin des neuen Masterstudiengangs.

Über acht Wochen hinweg haben drei studentische Teams Konzepte erarbeitet, wie neue Lesepaten angesprochen und finanzielle Förderer gewonnen werden können. Für den strategischen Rahmen des Kommunikationskonzepts führten die Studierenden Befragungen in der Pforzheimer Innenstadt, Experteninterviews, Analysen und Recherchen durch. Aus diesen Ergebnissen leiteten sie dann ihre Strategien ab, formulierten Kernbotschaften und entwickelten Kommunikationsmaßnahmen – darunter Ideen für eine Plakatkampagne, Flyer, Videos, weitere Inhalte für die Website und neue Ansatzpunkte für das Fundraising.

Am Ende des Semesters wurden die Konzepte den Auftraggebern von BiSa präsentiert. Lilli Gros, Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen: „Die vielen Ideen der Studierenden geben uns neuen Input und Inspiration. Am liebsten würden wir alle Maßnahmen sofort umsetzen.“

Auch für die Studierenden war die Zusammenarbeit eine willkommene Abwechslung. „Für einen echten Kunden zu arbeiten macht mehr Spaß als fiktive Aufgabenstellungen“, sagt Studentin Annabelle Nink. „Wenn man dann noch weiß, dass die eine oder andere Idee tatsächlich umgesetzt wird, ist das ein zusätzlicher Ansporn.“

Der Masterstudiengang Corporate Communication Management hat im vergangenen Oktober seinen Betrieb aufgenommen. Das Besondere am Studiengang: Es werden sowohl BWLer als auch Kommunikationswissenschaftler zugelassen, so dass in interdisziplinären Teams gelernt wird. Das Kommunikationsprojekt wird jährlich im ersten Semester angeboten. In diesem Jahr wurde die Lehrveranstaltung von den beiden Dozentinnen Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu und Prof. Dr. Katrin Hassenstein geleitet. Sie vermittelt theoretische Grundlagen der strategischen Kommunikation, die anhand eines Projekts in die Praxis übertragen werden.

„Bürger in der Schule aktiv“ (BiSa) ist ein eingetragener Verein in Pforzheim, der 2010 von der Vorsitzenden Lilli Gros gegründet wurde. Die Mitglieder der Organisation haben es sich zur Aufgabe gemacht, förderungsbedürftige Grund- und Hauptschüler schulisch zu unterstützen und zu motivieren. Insgesamt engagieren sich über 200 Ehrenamtliche als Lesepaten bei BiSa. Der Verein sucht immer wieder weitere Lesepaten und freut sich über Spenden und Sponsorings, mit denen Projekte wie Ausflüge, Theater-AGs oder Trommelkurse finanziert werden können.

Fotomaterial (Anhang):

Bildunterschrift: Entwickelten frische Ideen für Pforzheimer Verein (v.r.n.l.): Sarah Falk, Dorothee Winkler, Felix Wiedemann, Eileen Müller, Annabelle Nink, Auftraggeberin und Vereinsvorsitzende Lilli Gros, Cara von Beust, Seraina Kupzog, Tamara Pöhlmann, Lisa Heller und Professorin Simone Huck-Sandhu

Pressekontakt:

BiSa
Lilli Gros
Vereinsvorsitzende
(0 72 31) 299 602, info@bisa-online.de

Hochschule Pforzheim
Prof. Dr. Simone Huck-Sandhu
Studiengangleiterin Corporate Communication Management (M.Sc.)
(0 72 31) 286 598, simone.huck-sandhu@hs-pforzheim.de

 

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Pforzheimer Kurier Dez 2016

 

 

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Pforzheimer Zeitung 16.12. 2016

„Lesekompetenz ist Schlüssel zum Erfolg“

Ehrenamtliche Schulpaten helfen an der Brötzinger Schule beim Lesen und Lernen
Von unserem Mitarbeiter Philipp Rohn

„Die Schulpaten unterstützen uns enorm, wir profitieren da sehr“, sagte Annette Elsmann
von der Brötzinger Schule.  Seit 2010 begleitet die stellvertretende kommissarische Schulleiterin
das Projekt des Vereins Bürger in der Schule aktiv (BiSa).
Dabei werden Ehrenamtliche zu Lernhelfern, die mit den Schülern lesen und vorlesen üben,
sie nacherzählen lassen und auch mal ein Diktat schreiben.
Die Erweiterung des Wortschatzes und der Lesekompetenz komme besonders Kindern aus
Migranten-Familien zugute.
Doch nicht ausschließlich Kinder mit  Sprachbarriere durch Migrationshintergrund nehmen
das freiwillige Angebot an.
„Eigentlich wäre das die Aufgabe der Eltern“, sagte die frisch gebackene Lesepatin Monika Descharmes.
„Da diese jedoch meistens viel schlechter Deutsch können als ihre Kinder, sind sie gar nicht dazu in der Lage,
ihnen in der Schule zu helfen.“
Die 63-jährige kaufmännische Angestellte ist kürzlich in Rente gegangen und hat sich sogleich als Schulpatin
bei BiSa  gemeldet. Sie ist eine von nunmehr 200 Schulpaten, die sich an 14 Schulen im gesamten Stadtgebiet engagieren.
Das Konzept sei erfolgreich und würde viel positive Rückmeldung bekommen, sagte die BiSa-Vorsitzende Lilli Gros. „Wir streben eine persönliche Betreuung vom Schulpaten zu Schüler an, die über drei bis vier Jahre andauert“, so Gros weiter.   Manche Ehrenamtliche betreuten jedoch auch mehrere Kinder gleichzeitig.
Insgesamt werden etwa 240 Schüler gefördert. Obwohl das Angebot freiwillig ist und einmal pro Woche eine zusätzliche Schulstunde nach dem Unterricht einnimmt, sei die Resonanz bei den Eltern und Schülern hervorragend. „ Viele freuen sich auf den Besuch ihres Lesepaten.“ „Es ist wichtig ein Vertrauensverhältnis zu den Schülern aufzubauen und sie auch nicht zu überfordern,  deshalb reicht einmal pro Woche aus“, meinte Descharmes.
Die Vermittlung von Lesekompetenz sei jedoch einer der wichtigsten Schritte, um den schulischen und beruflichen Erfolg  dieser Kinder sicherzustellen. Hauptsächlich Rentner und Studenten übernähmen die verantwortungsvolle Aufgabe als Schulpate. Um der Nachfrage gerecht zu werden, würden aber noch viele weitere Helfer gebraucht:
„Wir suchen dringend mehr Ehrenamtliche, die Zeit und Lust haben, sich in Pforzheimer Schulen zu engagieren.
Auch aus den Vorbereitungsklassen für Flüchtlingskinder erreichen uns immer mehr Hilferufe“, sagte Gros. Als das Projekt im Dezember2009 mit 13 Helfern an der Brötzingerschule und der Nordstadtschule startete, habe man nicht mit solch großem Bedarf gerechnet. Die Ergebnisse der Arbeit seien die große Mühe aber stets wert gewesen.

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Pforzheimer Zeitung

Mit Regionalität der Zeit vorausHaben krosses Brot, leckere Kürbissuppe und gute Laune im Angebot: PZ-Herausgeber Albert Esslinger-Kiefer, Marktbeschickerin Marion Müller, die Stadträte Jacqueline Roos und Michael Schwarz, OB Gert Hager, Marktbeschicker Jörg Müller und Stadtrat Hans-Joachim Bruch (von links). Foto: Seibel

Hauptsächlich aber dient das Fest, dessen Erlös ebenfalls an „Menschen in Not“ geht, als Dankeschön der Beschicker an die Kunden, wie Michael Schwarz und Jörg Müller als Sprecher der Marktbeschicker sagten. Die zahlreichen Besucher bekräftigten Samstag für Samstag das Interesse an einem Feinkost-Markt. „Die Vielfalt macht es, die Frische, und die Regionalität, und die zu einem Zeitpunkt, als da noch gar niemand daran gedacht hat“, sagt Jörg Müller.

Beim Herbstfest lassen sich zudem viele hundert Besucher, unter ihnen auch der bekannte Münz-Präger Eugen Ruhl, die Möglichkeit nicht entgehen, die eigens an diesem Tag angebotenen Spezialitäten wie etwa auch Zwiebelkuchen Schupfnudeln mit Sauerkraut zu verkosten, ein Gläschen Sekt zu trinken und miteinander im Gespräch zu sein. Dabei kristallisiert sich einmal mehr ein Bekenntnis zum Standort des Marktes auf dem Wochenmarkt heraus.

 

Unweit wirbt der Verein „Bürger in Schulen aktiv“ („BiSa„) mit der Vorsitzenden Lilli Gros für sein Engagement und für die Beteiliguung neuer Lesepaten daran. Sie alle können sich darauf verlassen, dass das Wetter zu den Marktfesten traditionell besser ist als an den Tagen davor und als vorhergesagt. Und dass auch der als Technik-Fuchs bekannte Joachim Bruch stets eine Überraschung parat hat: Ganz konservativ zerkleinerte er die Kürbisstückchen in der Suppe mit einem Handpürierstab, anstatt dies etwa über seinen Tablett-Computer zu steuern. „Ich habe dafür keine App. Nur Appetit“, frohlockt Bruch.

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