Fünf Jahre BiSa – Jahresbericht 2014

Kinder sind unser größtes Kapital,
die Architekten unserer Zukunft.
Sie mit offenen Armen zu empfangen,
sie zu fördern und wert zu schätzen,
ist die Aufgabe unserer Generation
und die ertragreichste Investition (Elfriede Boyken-Henze)

Alle, ob Schulpaten, Sponsoren oder Kooperationspartner tragen dazu bei, dass diese Kinder zu selbstbewussten, gebildeten Menschen heranwachsen. Und dafür lohnt sich unsere Arbeit.

Deshalb ein ganz herzliches „Dankeschön“ an alle Förderer für Ihren Einsatz!

Der Jahresbericht 2014 zeigt, wie positiv sich BiSa in den letzten 5 Jahren entwickelt hat.

Zur Erinnerung: Im Dezember 2009 begannen wir mit 13 Ehrenamtlichen, Kinder an der Brötzinger – und Nordstadtschule zu fördern. Letztes Jahr hatten wir knapp über 100 und dieses Jahr 130 Ehrenamtliche (Seniorinnen, Senioren, Berufstätige, StudentInnen, 3 Auszubildende der BW-Bank, 1 Gymnasiastin, 1 Realschülerin). Wir haben jetzt 6 fördernde Ehepaare! Das finde ich großartig. Auch die Anzahl der SeniorInnen stieg in diesem Jahr auf 75. Letztes Jahr waren es noch keine 50.

Wir sind an folgenden Schulen:
• Brötzinger Schule
• Buckenbergschule
• Dillweißensteinschule
• Maihäldenschule
• Nordstadtschule
• Osterfeldgrundschule
• Südstadtschule
Die Dillweißensteinschule kam neu hinzu. Ich wundere mich immer wieder, wie es doch gelingt, neue SchulpatInnen zu gewinnen. Auch dort sind schon wieder 7 Frauen und 1 Mann aktiv.
Von der Hochschule erhalten wir jede Unterstützung, gleich ob von Dozenten, Asta oder anderen Organisationen, die dort aktiv sind. Erfreulich ist, dass sich dieses Jahr sehr viele StudentInnen von der Hochschule für Gestaltung gemeldet haben. Insgesamt haben wir 52 StudentInnen, überwiegend an der Buckenberg- und Südstadtschule eingesetzt. Aber auch an der Maihälden-, Nordstadt- und Osterfeldschule sind sie willkommene Helfer. Leider konnten wir dieses Jahr kaum mehrsprachige StudentInnen gewinnen.
Über Frau Poignée und Frau Hauser von der Freiwilligen Agentur erhalten wir immer wieder Ehrenamtliche. Dafür bin ich beiden sehr dankbar.
130 Ehrenamtliche bedeuten nicht, dass genau so viele Kinder gefördert werden. Wir haben Schulpaten, die an der Nordstadt-, Dillweißenstein- und Osterfeldschule Kinder fördern. Für eine andere Familie ist die Schulpatin der gute Geist und die Ansprechpartnerin für jede Art von Kümmernissen. Sobald Schulpaten in der Familie fördern, gleich ob SeniorInnen oder StudentInnen, werden sie sicher gefragt, ob nicht auch die Schwester, der Bruder in den Genuss kommen könnten. Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Schulpatin. Sie fördert in einer Familie, die 4 Kinder hat. Alle sitzen ihr auf dem Schoß und das Kind, für das sie zuständig ist, wiederholt die 1. Klasse. Es entwickelt sich plötzlich in der Schule prächtig. Und von wie vielen weiß ich es gar nicht.
Unser Lernkreis an der Osterfeldschule hat 11 Schulpaten, die 31 Kinder betreuen. Wenn eines fehlt, werden die KlassenlehrerInnen angeschrieben. Denn nur eine kontinuierliche Förderung bringt Erfolg. Auszubildende der BW-Bank sind nicht immer da, weil sie Blockunterricht haben oder auch an ihren Zweigstellen eingesetzt sind. Aber wenn sie da sind, freuen wir uns über ihre Unterstützung.
Prof. Kühn von der Hochschule Pforzheim organisierte mit seinen StudentInnen das „Entenrennen“. Er ist im Lions-Club Pforzheim und regte bei den Auszubildenden von Witzenmann an, dass sie BiSa 1.000 € spenden. Darüber darf sich dieses Mal die Südstadtschule freuen. Die Theater-AG wird damit finanziert. Auf dem dortigen Sommerfest wird das Einstudierte präsentiert.
Auch eine Trommel-AG mit „trommellos“ kommt zustande. Hier habe ich ein gutes Gefühl. Auch hier ist das Ergebnis auf dem Sommerfest der Südstadtschule zu bewundern.
Diese „flankierenden“ Maßnahmen wirken sich besonders unterstützend auf die Entwicklung von Kindern aus. BiSa legt immer Wert darauf, dass in diesen AG´s viele Kinder sind, die bereits von BiSa gefördert werden, damit sie lernen, sich auszudrücken, ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird, Teamgeist sich herausbildet und dies sich auch auf die schulischen Leistungen positiv auswirkt.
Nach unserer Meinung ist es besser, intensiver wenige zu fördern und wenn diese „flügge“ geworden sind, uns anderen zuzuwenden.

Die Brötzinger Schule und Dillweißensteinschule baten BiSa, für Schulpaten zu werben. Wir starteten eine Plakataktion, sprachen mit den Bürgervereinen, gaben Pressemitteilungen heraus und für beide Schulen meldeten sich neue SchulpatInnen. Die Werbung von BiSa in den Bussen fährt Dank Herrn Demmel von den Verkehrsbetrieben immer noch mit. An der Brötzinger Schule berichteten wir an den Elternabenden über BiSa und baten ebenfalls, für BiSa zu werben.
Leider hatte die Werbung unter den SeniorInnen bei der IG-Metall keinen Erfolg. Trotzdem wird BiSa immer bekannter und es ist zu bedauern, wenn wir Anfragen ablehnen müssen wie z.B. vom Theodor-Heuss-Gymnasium. Das sprengt unsere Kapazität. Plakate hängen bei Ärzten, in Banken, in Geschäften und ich möchte alle herzlich bitten, ebenfalls zu fragen, ob ein Plakat von BiSa aufgehängt werden darf.

Fortbildungen werden von unseren Ehrenamtlichen gut angenommen. Dieses Jahr fanden Fortbildungen mit Roswitha Theilmann „Sprachförderung – ganz praxisorientiert für Schulpaten und StudentInnen gesondert, statt und mit Bettina Gfell – in vier Einheiten unterteilt- das Thema „Was benötigt das Kind?“ Auch hier prüfen wir immer, was könnte für die Schulpaten an weiteren Fortbildungen wichtig sein. Und wir müssen oft mehrere Gruppen bilden, denn es bringt nichts, wenn die Gruppen zu groß sind.

Was war noch dieses Jahr ?

 Studenten der Hochschule programmierten unsere Homepage neu und Stephan Horrix kann sie pflegen. Danke schön noch einmal an Ludwig Visi, Deniz Ersoy und Eduard Schnabel!
 23.01.2014: Unser BiSa-Fest: Das Dankeschön von BiSa an die Schulpaten. Es kamen 40 Ehrenamtliche und auch StudentInnen. Alle bekundeten durch ihre Rückmeldungen, dass es ihnen gut gefallen hat.
 7.05.2014:Unsere jährliche Mitgliederversammlung.
 22.05.2014: Essen im Benckiserhof mit Schülern einer 4. Klasse der Osterfeldschule
 23.05.2104: Essen im Benckiserhof mit Schülern einer 4. Klasse der Osterfeldschule
 29.05.2014: Essen im Benckiserhof mit Schülern einer 4. Klasse der Osterfeldschule
Thema war: Tischmanieren in einem Restaurant, wie wird ein Tisch gedeckt, in welcher Reihenfolge benutze ich das Besteck, etc. Und es wurde ein nettes Begleitprogamm von BiSa geboten. Die Kinder waren begeistert, aber auch wir von BiSa. Dank der Spenden der Firmen Pfirmann und Immo-Tippel war das möglich.
 03.06.2014 Aufführung der Theater-AG an der Maihäldenschule Dank der Spende des Lions-Club Pforzheims
 30.06.2014: Gespräch mit der Elternvertretung der Osterfeldgrundschule. Sie sollten über BiSa informiert werden und wurden gebeten, für BiSa um weitere SchulpatInnen zu werben. Eine Mutter meldete sich sofort und fördert jetzt 3 Kinder.
 01.07.2014: Mütter/Väter von Kindern, die wir an der Osterfeldschule fördern, luden wir ins Haus der Jugend zu Kaffee und Kuchen ein. Mit den Kindern hatten wir Spiele eingeübt, in die wir die Mütter einbezogen. Die meisten Väter sind berufstätig und konnten deshalb nicht kommen. Wir freuten uns, dass unsere Befürchtungen, dass niemand kommen könnte, unbegründet waren. Nächstes Jahr werden wir diese Einladung sicher wiederholen.
 09.07.2014: Unser 1. Stammtisch fand statt. Der nächste folgte am 08.10.2014. Einmal im Vierteljahr soll er stattfinden. Wir werden sehen wie er angenommen wird oder ob es besser ist, wenn wir ihn nachmittags anbieten.
 04.12.2014 Treffen der neuen und alten SchulpatInnen an der Brötzingerschule. Frau Elsmann die Koordinatorin und ich hatten eingeladen. Es zeigte sich, dass Bedarf an einem Informationsaustausch da ist. Deshalb wird Gaby Schulz dazu in unbestimmten Abständen einladen.

130 Ehrenamtliche ist eine imposante Zahl, aber was sagt sie aus? 130 Frauen und Männer fördern mit Herzblut ihre Kinder, resignieren nicht, wenn es nicht immer klappt, überlegen sich, wie sie das Interesse wecken oder erhalten, sprechen mit der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und machen sich über die Förderzeit hinaus Gedanken, was „ihr/sein Kind“ benötigt.
Und für mich ist der schönste Lohn, wenn ich erfreuliche Berichte höre. Wenn mich jemand anruft und berichtet, sie habe ihrem Arzt erzählt, dass sie seit sie bei BiSa ist, weniger Depressionen hat. Und der Arzt sie bat, Flyer vorbeizubringen. Wenn ich von StudentInnen positive Rückmeldungen erhalte und merke, wie Schulen mit uns rechnen. Auf unserer Homepage sind einige dieser positiven Rückmeldungen zu lesen.

Was wir machen, kann nicht bezahlt werden. Wir sind bereit, unsere Zeit einzubringen für Kinder, meistens aus Migrantenfamilien. Und wir prägen dadurch ihr Bild von Deutschland. Sie erhalten von uns Zuneigung und Wärme und wir möchten, dass sie Erfolg in der Schule haben. Deshalb kann ich allen Ehrenamtlichen gar nicht genug Danke sagen. Und danke auch dafür, dass ich euch alle kennen lernen durfte. Danke, danke, danke an alle. Noch einmal an alle Ehrenamtlichen, alle Sponsoren, Dozenten, Asta, andere MitarbeiterInnen an der Hochschule, alle RektorInnen und LehrerInnen, alle SchulsozialarbeiterInnen, die Mitarbeiter der FRAG und natürlich auch Dank an die Presse. Nur durch diese Zusammenarbeit kann BiSa so erfolgreich sein und ich hoffe, wir können auch in Zukunft weiterhin so gute Arbeit leisten.

Vorsitzende von BiSa 14.12.2014