Ein Jahr BiSa-Erfahrung 19.11.2010

Mit 12 Engagierten wurde der Verein „BiSa –Bürger in der Schule aktiv- im Mai 2010 gegründet, denn alle waren sich darin einig, wie wichtig die Förderung von Schülern an Grund- und Hauptschulen ist. Bei den ersten Besprechungen mit Schulen und Schulsozialarbeitern wurde deutlich, dass die Angebotspalette soweit wie möglich gehalten werden sollte. Denn Ehrenamtliche haben unterschiedliche Fähigkeiten, vielleicht auch Bedürfnisse und wenn das mit den Wünschen der Schulen zusammen passt, ist das doch großartig!

An der Brötzinger Schule und der Nordstadtschule waren die ersten Erfahrungen bereits seit Dezember 2009 gesammelt worden. Jede Schule hatte einen anderen Ansatz. An der Brötzinger Schule wurden mehr LeiterInnen von Arbeitsgemeinschaften gesucht. An der Nordstadtschule fand mehr Einzel- oder Minigruppenförderung statt. Vor den Sommerferien stellte es sich an der Brötzinger Schule heraus, dass die Koch- und Kreativ-AG gut angenommen wurden, die Lese-AG anders aufgebaut werden muss und da die Brötzinger Grundschule in eine Ganztagesschule umstrukturiert wird, Bedarf an Arbeitsgemeinschaften ist. 5 Ehrenamtliche sind im Grundschulbereich in unterschiedlichen Bereichen aktiv (Förderung von Vorschulkindern, Theater-AG, Mini-Lese-AG, Koch- und Kreativ-AG und Einzelförderung) 6 Ehrenamtliche wirken im Hauptschulbereich in einer Kreativ-AG, 2 in Mini-Lese-AGs, 2 in einer Koch-AG.
Ein Schulpate arbeitet mit Schülern in der Schuldruckerei und macht mit ihnen unterschiedliche Projekte.

An der Nordstadtschule hat sich die Einzel- oder Kleingruppenförderung bewährt. Hier haben wir in diesem Schuljahr auch an der Grundschule begonnen. 6 Lernbegleiter an der Hauptschule und 7 an der Grundschule kommen einmal in der Woche für eine Stunde. Hier zeigte es sich,wenn einmal jemand verhindert ist, die anwesenden SchülerInnen von den anderen Schulpaten aufgefangen werden.

Eine Professorin der Hochschule, eine Rektorin einer Fach- und Berufsschule, ein stellvertretender Rektor einer Realschule waren für die Bitte bei Studenten und Schülern für BiSa zu werben, aufgeschlossen. Deshalb fanden wir es sinnvoll, an einer Schule auf dem Buckenberg/ Haidach an zu fragen, um StudentInnen, Gymnasiastinnen und SchülerInnen den Weg zu erleichtern. Da StudentInnen sehr unterschiedlich Vorlesungen haben, klärte eine Klassenlehrerin der Buckenbergschule ab, ob die Förderung auch direkt in den Familien stattfinden könnte. Die Eltern und Kinder sind davon begeistert und wir hören nur Positives.

Manche Schulpaten sind noch berufstätig und gehen nach ihrer Arbeit ebenfalls direkt in Familien in der Nordstadt. Auch damit machen wir nur die besten Erfahrungen.
Eine Frau rief an und meinte, sie würde gerne mitmachen, sie wohne aber in Eutingen. So klärten wir mit der Rektorin an der Karl-Friedrich-Schule ab, ob dies möglich sei. Und es war möglich.

So veränderte sich BiSa innerhalb eines Jahres. Wie wird es Ende nächsten Jahres aussehen? Für die Arbeit von BiSa spricht, dass es nur dort Fluktuation gab, wo junge Frauen entweder zu studieren oder zu arbeiten begannen. Das hat natürlich Vorrang.

Bedarf an Schulen ist auch an Frauen und Männer, die ein Hobby betreiben, zum Beispiel „fotografieren, Filme produzieren, sich mit Drucktechnik beschäftigen, Computer erklären können, etc. Dies kann auch als Projekt angeboten werden.

Ganz dringend benötigen für 2 irakische Mädchen Förderung in Deutsch. Die Lehrerin würde auch entsprechendes Material zur Verfügung stellen.

An der Hauptschule der Nordstadtschule suchen die Schulpaten ebenfalls Verstärkung.

BiSa ist das Beste was für Integration und Prävention getan werden kann. Deshalb bitten Siealle Lesepaten, mit zu machen. Zwei Stunden in der Woche zu erübrigen, das müsste doch möglich sein!!!

Wir freuen uns alle auf Ihre Anmeldung.

Lilli Gros